Biografie - Poison IvvyPoison
Ivvy steigen ins Filmbusiness ein mit dem Soundtrack zum Blutsauger-Shortmovie
«Eight» (dissolve-film), in dem harmlose Mitmenschen von einem blutgeilen Vamp im
Minutentakt ausweidet. werden. Keine Frage also, woher sich die Jungs ihre Inspiration
für die vier neusten Poison Ivvy-Songs herholten: Denn was gibt es schöneres, als von
einer Vampeuse bis zum letzten Tropfen ausgesaugt zu werden?
Was die Nadel aus dem schwarz glänzenden 7-Inch-Vinyl kitzelt, hat also noch mehr Sex,
als man es von Poison-Ivvy-Produktionen ohnehin schon gewohnt ist. Diese Anhäufung
lustvoller Schall-Wellen erfordert natürlich den vermehrten Einsatz von Surf-Gitarren,
die über einen bedrohlichen Unterton verfügen und tiefböse mit der diabolischen Stimme
verhallen.
Nebst all dem Blutsaugergetue verstehen sich Poison Ivvy selbstverständlich nach wie
vor bestens darauf, musikalische Arschtritte auszuteilen. Mehr noch: Sie haben diese Gabe
mit den Jahren gar zur Kunstform perfektioniert, schliesslich schlägt man sich die
Akkorde ja schon lange genug gegenseitig um die Ohren.
Mr. Trash
Nick Nitro
Toti Delicious
Gefunden haben sich Mr. Trash (voc, git, songwriting), Toti
Delicious (bass, back.voc, kazoo) und Nick Nitro (drums,
back.voc) im Jahr 1990. Nach drei Vinyl-EPs und gegen fünfzig Beiträgen für
kultige, wie auch fragwürdige CD- und Vinyl-Compilations in Europa, Asien und den USA
veröffentlichten sie 1996 das Debütalbum «Call of the wild», ein wünderschönes
Stück Punkrock, verfeinert durch Elemente aus New Wave und Metal.
Bereits ein Jahr darauf lärmt dann die CD «Cosmic Trash» einiges roher, rotziger und
direkter. Die Synthiesounds fliegen raus. Aus PunknRoll, Streetpunk,
Schweinerock, ein wenig gutem alten 60ies Garage Punk und Surf verdichtet sich der
typische Poison-Ivvy-Style. 2001 setzen die Jungs mit «Cheap Thrills» den
eingeschlagenen Weg konsequent fort, was ihnen Tourneen durch halb Europa sowie diverse
denkwürdige Auftritte in nationalen wie auch internationalen Fernseh- und Radiostationen
ermöglicht.
Derzeit entsteht das Studioalbum Nummer 4, das die Live-Energie aus über 250 Gigs in
sich trägt und eine deutliche Steigerung darstellt. So ist man produktionstechnisch nicht
nur in die oberste Liga aufgestiegen, sondern hat auch in Bezug auf das Songwriting
hörbar die Pupertät hinter sich gebracht. Zwar sind die Songs noch immer schnell, direkt
und dabei primitiv genug, um dazu genüsslich den Kopf gegen die Wand zu schlagen.
Gleichzeitig aber weisen die Arrangements nun mehr Feinheiten auf, sind ausgefeilter und
insgesamt gereifter, sodass die gepflegten 2-Minuten-Kracher auch dann noch Spass machen,
wenn man sich mit ihnen schon tausendmal das Gehirn durchgepustet hat. Das Release ist
für Herbst/Winter 2004 geplant, naja, vielleicht auch ein wenig später...